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29. Juli 2011

104 Mitglieder halten 358 Anteile

Dietenhofen - Die Bürger-Energie-Genossenschaft, die am 7. April von 17 Mitgliedern in Dietenhofen gegründet wurde, hatte nach Inbetriebnahme ihrer Photovoltaik-Anlagen zu einer Einweihungsfeier eingeladen.

Der Vorstandsvorsitzende Heinz Henninger sagte in seiner Begrüßung, dies sei der erste öffentliche Auftritt der Bürger-Energie, seit der Gründung. Seit dem 15. Juli 2011 arbeiten nun die Module.

Henninger bedankte sich bei den beteiligten Firmen für die gute Zusammenarbeit und die schnelle Ausführung. Nach der Genossenschaftsgründung sagten viele: "Die schaffen das nie, bis ersten Juli alles zu installieren." Der Zeitdruck war entstanden, weil damals zum Zeitpunkt 30. Juni 2011 die Einspeisevergütung reduziert werden sollte. Diesen Termin hatte die Bundesregierung dann (voraussichtlich bis Ende des Jahres 2011) ausgesetzt.

Vier Anlagen auf kommunalen Dächern sind nun innerhalb acht Wochen montiert und in Betrieb genommen worden. Die Bürger-Energie hat auch weiterhin Interesse an der Anmietung größerer Dachflächen und ist mit einigen Objektinhabern im Gespräch.

Besonders bedankte sich Henninger bei der Raiffeisenbank für die Unterstützung bei der Genossenschaftsgründung. Ebenso der Gemeinde und dem Schulverband für die Vermietung der Dachflächen. Er sagte, bei einer Erhebung 2009 stand Dietenhofen von 58 Orten im Landkreis an neunter Stelle als Erzeuger erneuerbarer Energien. Mittlerweile dürfte sich der Tabellenplatz aber noch verbessert haben.

Aus Auslagen im Gemeindebereich Dietenhofen wurden 2009 aus Biogas-Solar- und Wasser-Anlagen 10,7 Millionen Kilowattstunden Strom erzeugt und eingespeist. Im Jahr 2010 waren es bereits 16 Millionen Kilowattstunden. Das bedeutet eine Steigerung von 49,5 Prozent.

Dividende soll alljährlich ausgeschüttet werden

Der Stellvertretende Vorsitzende Martin Käser stellt die Genossenschaft vor. Nunmehr halten 104 Mitglieder 358 Anteile. Das Geschäftsguthaben betrage zurzeit 358 000 Euro. Die Gewinnausschüttung wird jährlich in Form einer Dividende erfolgen, die jedes Jahr neu festgelegt wird. Der Berechnungszeitrum sei auf 20 Jahre ausgelegt.

Die durchschnittliche Einspeisevergütung liege bei 27,83 Cent pro Kilowattstunde. Insgesamt wurden auf dem Feuerwehrhaus, dem Bauhofgebäude, der Ballsporthalle und der Schule, 2385 Quadratmeter Dachflächen belegt. Die Gesamtinvestitionskosten liegen bei 788 000 Euro. Die Anlagen produzieren zusammen circa 316 000 Kilowattstunden pro Jahr. Dies entspricht einem Verbrauch von 80 Vierpersonen-Haushalten. Die Kohlendioxyd-Einsparung pro Jahr beträgt 282 Tonnen.

Elvira Hornig von der ausführenden Ansbacher Firma sagte, Dietenhofen "nimmt die Energiewende selbst in die Hand". Sie wünschte den Teilnehmern viele Sonnenstunden, damit die Stromzähler ordentlich ticken können.

Quelle:
Text: FLZ, Fr. Pfeiffer
Bilder: Photovoltaikzentrum Hornig GmbH


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